Die Alterung der Bevölkerung, Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt und das stetig sinkende Rentenniveau stellen die sozialen Sicherungssysteme vor eine gewaltige Herausforderung. In Politik und Gesellschaft besteht inzwischen Konsens über die Notwendigkeit einer nachhaltigen und tiefgreifenden Reform der Sozialversicherungen. In Erkenntnis dieser Problemlage haben der Familienbund der Katholiken, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands ein familiengerechtes und solidarisches Konzept der Alterssicherung vorgelegt. Die Katholische Landvolkbewegung hat sich dem Modell ebenso wie das Kolpingwerk Deutschland angeschlossen. Nachdem das Modell beim Landestreffen vom 23.24. Oktober 2004 in Kitzingen vorgestellt und diskutiert wurde, befürwortet und unterstützt auch der KKV Bayern diesen Vorschlag katholischer Verbände.
Das Rentenmodell umfasst drei Säulen: eine aus allen steuerpflichtigen Einkünften aufgebaute Sockelrente, die zur Verhinderung von Altersarmut führt, eine Arbeitnehmerpflichtversicherung in Anlehnung an die heutige Rentenversicherung sowie eine verbesserte betriebliche und private Altersvorsorge. Dadurch würde nach Überzeugung der beteiligten Verbände auch stärker
Das Modell ist durchgerechnet und tragfähig, stärkt die solidarischen Elemente und verhilft zur Anerkennung der Erziehungsleistung, was der KKV Bayern bereits im März in einer Erklärung gefordert hatte. Die darin enthaltene deutliche Absenkung der Lohnzusatzkosten wirkt wachstumsfördernd, heutige Ansprüche von Rentnern bleiben unangetastet. Das Modell bietet die Möglichkeit, die Rente endlich dauerhaft zu einem echten Generationenvertrag weiter zu entwickeln.
Diese Erklärung wurde vom Landessenat des KKV Landesverbandes Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung bei seiner Sitzung am 23. Oktober 2004 in Kitzingen verabschiedet.