"Wer die Rente mit 70 will, hat wenig Ahnung vom heutigen Arbeitsleben", kritisiert der Vorsitzende des KKV Landesverbandes Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Dr. Klaus-Stefan Krieger, die aktuelle Diskussion um das Renteneintrittsalter. "Bis zum Alter von 70 Jahren zu arbeiten, ist nicht nur - wie Gewerkschaften einwenden - für Bauarbeiter und Krankenschwestern unmöglich. Angestellte haben heute mit einer ungeheuren Arbeitsverdichtung zu kämpfen. Immer weniger Mitarbeiter erledigen immer mehr Aufgaben. Darüber wäre zu reden, wenn es um den Übergang vom Beruf in den Ruhestand geht. Wer die Rente mit 70 fordert, spekuliert darauf, dass viele Beschäftigte - gerade Männer - ihren Ruhestand gar nicht mehr erleben. Die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Rentenversicherung in dieser Weise biologisch lösen zu wollen, ist ethisch unvertretbar."