Wanderausstellung „60 Jahre KKV Bayern. Mitten im Leben“ – Vernissage am 12. Mai beim Ökumenischen Kirchentag München

Vom 12. bis 16. Mai 2010 findet in München der Ökumenische Kirchentag (ÖKT) statt. Beim Katholikentag in Passau vor 60 Jahren trafen sich Mitglieder verschiedener Ortsverbände der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV). Ihre Idee, sich bayernweit zusammenzuschließen, setzten sie noch im gleichen Jahr um. Heuer, im Jahr des 60jährigen Bestehens des KKV-Landesverbandes Bayern, dokumentiert eine Wanderausstellung die Erfolgsgeschichte dieses katholischen Sozialverbandes. Den Titel „60 Jahre KKV Bayern. Mitten im Leben“ trägt sie zu recht: Zum einen, weil sich im KKV seit sechs Jahrzehnten engagierte Christen zusammenfinden, die in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen, dabei den Ausgleich suchen und die Anliegen von Selbständigen und Beschäftigten gleichermaßen berücksichtigen. Und zum anderen, weil sich der Verband auch technisch stets auf der Höhe der Zeit präsentiert. 2007 bot der KKV als erster katholischer Verband in Deutschland mit der Gruppe „Werte in Wirtschaft und Verwaltung“ auf der Internetplattform xing die Möglichkeit, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Dies alles ist auf zehn Plakaten dargestellt, die beim ÖKT zum ersten Mal präsentiert werden. Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 12. Mai, um 20 Uhr im „Haus der Sozialen Marktwirtschaft“, zu dem das KKV-Hansa-Haus am Münchner Königsplatz während des Kirchentages umfunktioniert wird; an vier Tagen werden dort 20 Veranstaltungen rund um das Thema Soziale Marktwirtschaft geboten und zahlreiche Ehrengäste erwartet.

Leitmotiv der Wanderausstellung ist die „Mitte“. So wird die Entstehung des „Katholischen Kaufmännischen Verbandes“ im 19. Jahrhundert unter dem Schlagwort „Inmitten einer turbulenten Geschichte“ dargestellt. Unter anderem wollten die KKVer der rechtlich und sozial ungesicherten Situation abhängig Angestellter durch Beratung, Schulung und eigene Versicherungen begegnen. „Mit Engagement“ gestalteten Einzelne in besonderem Maße die Arbeit des KKV; auf der gleichnamigen Seite werden sie dargestellt, zum Beispiel der langjährige KKV-Landesvorsitzende Fridolin Hohmann, der 1971 das KKV-Bildungswerk gründete. Dass der KKV Bayern ein Verband „Mitten in der Kirche“ ist, zeigt sich nicht nur an seiner aktiven Mitarbeit im Landeskomitee der Katholiken. Als eindrucksvolles Beispiel für seine Position „Mitten in Europa“ kann angeführt werden, dass der KKV zum Schutz des Sonntags zusammen mit zwei weiteren katholischen Verbänden die erste offizielle Bürgerinitiative auf den Weg brachte. Und natürlich befindet sich der KKV Bayern „Mitten in der gesellschaftlichen Debatte“. So äußern sich seine Repräsentanten immer wieder kritisch zu Entwicklungen in Wirtschaft und Politik. Zum Beispiel hatte der KKV mehrfach darauf hingewiesen, dass das Sozialgeld für Kinder und Jugendliche nicht deren spezifische Bedürfnisse wie Schulmaterial berücksichtige. Im Februar 2009 verpflichtete das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber zu einer Neuberechnung der Leistungen.

„Mit attraktivem Programm“ präsentiert sich das KKV-Bildungswerk in den Bereichen Glaube und Familie sowie Bildung und Gesellschaft; auch Akademieseminare gehören zu seinem Angebot. Der Blick „In die Zukunft“ stimmt den KKV optimistisch, bei den KKV Junioren engagieren sich Studierende, Berufseinsteiger und junge Nachwuchs(führungs)kräfte.

Nach dem ÖKT wird die Wanderausstellung in den KKV-Ortsverbänden gezeigt. Am 7. Juni (17 Uhr) eröffnen der KKV-Landesvorsitzende Dr. Klaus-Stefan Krieger und der Erlanger KKV-Ortsvorsitzende Kurt Reiter zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis die Ausstellung im Foyer des Erlanger Rathauses. Dort ist sie bis 18. Juni zu sehen. Vom 5. bis 17. Juli kann man sie im Rathaus von Bamberg besichtigen.

 

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