v. l. Bernd-M. Wehner, Dr. Klaus-Stefan Krieger, Tobias
Gotthardt, Joachim Hüpkes

Haus der Sozialen Marktwirtschaft als Hort der Ideen
Vier Tage volles Programm mit über 20 Veranstaltungen am Königsplatz

Mit einem symbolischen Glockenschlag hat der KKV-Bundesverband 150 Tage vor Eröffnung des 2. Ökumenischen Kirchentages 2010 in München den ersten Countdown zum verbandseigenen Großprojekt "Haus der Sozialen Marktwirtschaft" im KKV-Hansa-Haus am Münchner Königsplatz eingeläutet und zeitgleich einen ersten Programmentwurf vorgestellt, der mit Vielfalt, Kreativität und Qualität punktet.

Im KKV sieht man das Haus der Sozialen Marktwirtschaft zunächst als einen wertvollen Beitrag zum Gesamtprogramm des Kirchentages: "Wir wollen aufzeigen, wo die gesellschaftspolitischen Kernkompetenzen der Kirchen und zugleich ein vielversprechender ökumenischer Konsens liegen. Schon vor 60 Jahren wäre die Idee der Sozialen Marktwirtschaft ohne die Basis der christlichen Soziallehre nicht denkbar gewesen. Gleiches gilt, wollen wir im 21. Jahrhundert gemeinsam eine nachhaltige Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft schultern. Wer hier die christlichen Wurzeln kappt, wird über eine moderne Worthülse nicht hinauskommen", so Tobias Gotthardt, stv. KKV-Bundesverbandsvorsitzender und einer der Initiatoren des Hauses der Sozialen Marktwirtschaft.

Der KKV, so Bundesverbandsvorsitzender Bernd-M. Wehner, habe sich deshalb dazu entschlossen, "die Soziale Marktwirtschaft ins Forum des Ökumenischen Kirchentages zu tragen" und damit auch einer alten Aufgabe der kirchlichen Verbände neu gerecht zu werden: "Wir haben einen gesellschaftspolitischen Auftrag und wollen diesen erfüllen -- innerhalb der Kirche und außerhalb, als christliche Antennen in Wirtschaft und Ge-sellschaft." Hier, so Wehner, stecke auch eine große Chance der Sozialverbände: "Wir geben christlichem Wirken ein greifbares Profil, der Botschaft Jesu eine Stimme und den Grundsätzen der christlichen Soziallehre ein Gesicht."

Mit dem Haus der Sozialen Marktwirtschaft, so KKV-Bundesgeschäfts-führer Joachim Hüpkes, gehe der KKV zudem neue, projektorientierte Wege der Verbandsarbeit: "Gemeinsam bauen wir -- Stein für Stein -- an einem Aushängeschild unseres Engagements beim Kirchentag in München." Das Interesse am Projekt, so Hüpkes, habe viele der Beteiligten selbst überrascht: "Das Programm ist prall gefüllt -- es besticht vier Tage lang durch Vielfalt, Kreativität und Qualität." Der Zuspruch an Kooperationspartnern, Medienpartnern und Sponsoren sei beeindruckend gewesen: "Wir spüren förmlich den Bedarf, das Thema der Sozialen Marktwirtschaft zusammen mit den Kirchen zu vertiefen und voran zu bringen. Wir haben es uns auf die Fahnen bzw. Segel geschrieben, frischen Wind in diese Debatte zu bringen. Nicht umsonst trägt der KKV das Kreuzschiff auf seinen Fahnen."

Bei der Umsetzung des Themas setzen der KKV und seine Partner auf eine Vielfalt an Einzelaspekten und Veranstaltungsformaten. Weitere Informationen zum Programm findet man online unter www.haus-der-sozialen-marktwirtschaft.de. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Weitere, tagesaktuelle Informationen finden sich online unter www.haus-der-sozialen-marktwirtschaft.de.

Vielfältiges Programm, starke Partner

Zum Auftakt am Donnerstag lädt der KKV zunächst zu einem kleinen Gipfeltreffen der Sozialverbände ins Haus der Sozialen Marktwirtschaft. Anschließend organisiert der Verband u.a. mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund ein "Themencafe: Die Mütter der Sozialen Marktwirtschaft" u.a. mit Ingrid Fischbach, MdB und Präsidentin des KDFB. Ein Festabend des KKV schließt das Programm am Christi-Himmelfahrts-Tag.

Jung startet der KKV am Freitag, 14. Mai in den Morgen: Zusammen mit Partnern werden "kleine Philosophen" im Kindergartenalter sich daran machen, die Soziale Marktwirtschaft in Kinderworten neu zu denken. Global wird es zur Mittagszeit, wenn der KKV zum Mittagsforum "Fünf vor Zwölf" lädt, um die Frage zu diskutieren: "Made in germany. Made for EU? Made for the world? Die Soziale Marktwirtschaft als Zukunftsmodell globaler Dimension?" Um 15 Uhr bitten der KKV und die IHK Oberbayern zum "Wirtschaftsethischen Café" mit dem Schwerpunktthema "Aus christlicher Überzeugung: Verantwortung im Mittelstand."

Um 18 Uhr präsentiert der Verband der Katholischen Religionslehrkräfte und Gemeindereferent/innen im Hansa-Haus die abschließende Vernissage zum Schulprojekt "Unsere Wege kreuzen sich". Um 19 Uhr eröffnet der KKV seinen "Salon am Königsplatz" zu Gesprächen über Gott und die Welt -- angefragt ist hier Bundesministerin Dr. Kristina Köhler.

"Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft -- Hoffnungszeichen für eine gerechtere Welt?" -- das Jahresthema des KKV aufgreifend, diskutiert der Fördererkreis für Bildungsarbeit im KKV dies am Samstag ab 10 Uhr im KKV-SamstagsForum. Mittags treffen sich die Elz-Medaillen-Träger des KKV-Bundesverbandes zur Matinee. Um 14 Uhr lädt des KKV-Bildungswerk Bayern BWB ein zur Zukunftswerkstatt "Das Soziale neu denken." Um 17 Uhr treffen sich Senioren und Junioren des KKV zur moderierten Teatime und "Gesprächen über Ursprung und Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft". Letzter Programmpunkt im Haus der Sozialen Marktwirtschaft ist Samstag Abend die dynamisch moderierte JuniorenLounge mit Kreuzfeuer-Diskussion zur aktuellen Frage "Aus der Krise (wieder) nix gelernt?!".

Begleitet werden soll das Programm durch Angebote wie eine Milch- und KaffeeBar im Stil der 50er Jahre, das youtube-Film-Projekt "7 Minuten für die Soziale Marktwirtschaft -- Gespräche auf der orangenen Bank des KKV" oder das Schulprojekt "62 Meter roter Teppich - die begehbare Geschichte der Sozialen Marktwirtschaft.


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