KKV München fragt: Was macht der Weihnachtsmann in der Tram?

Wenn am 12. Dezember die Tram 23 zur ersten Fahrt an der Münchner Freiheit startet, so wird, glaubt man einer Radiowerbung der Münchner Verkehrsgesellschaft, der Weihnachtsmann an Bord sein. Ein Faktum, an dem man sich im Sozialverband für Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, dem KKV Hansa München - mit leicht verschmitztem Schmunzeln - stört: „Egal ob mit oder ohne Fahrkarte: Der Weihnachtsmann hat in einer bayerischen Trambahn nichts verloren - Zeit für die zipfelmützenfreie Zone Nahverkehr!“, so der Appell des Münchner KKV-Vorsitzenden Klaus-Dieter Engelhardt. Was witzig klingt, hat für den KKV aber auch einen ernsten Hintergrund: „Nächstenliebe, Schenken und Teilen - das sind Werte, die ich mit St. Nikolaus verbinde“, sagt Engelhardt und geht damit konform mit ZDF-Moderator Peter Hahne, der mit dieser Position auch für die bundesweite Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ wirbt, die der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) unterstützt.

Der katholische Sozialverband wirbt dafür, hinter dem billigen Mantel des Weihnachtsmanns der Konsumindustrie wieder mehr den wahren Bischof Nikolaus zu entdecken: „Der eine ist heute ein sinnentleerter Wichtel, der andere hat uns viel zu sagen - gerade, wenn es um Wertevermittlung an die junge Generation geht. Es liegt an uns, ob das im lauten Weihnachtsrummel gelingen kann.“, so Engelhardt. Neben der Moral hat Engelhardt mit dem Weihnachtsmann in der Tram aber noch ein traditionelles Problem: „Wenn es in der Adventszeit schon einen fahrenden Weihnachtsboten in Münchner Trams geben soll, dann doch bitte nicht den zipfelbemützten Weihnachtsmann sondern - der guten alten süddeutschen Tradition entsprechend das Christkind. Dem würde ich, wenn’s wäre, sogar das Geld für eine Fahrkarte leihen.“

Mehr zu der vom Bonifatiuswerk initiierten Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ unter www.weihnachtsmannfreie-zone.de.

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