
Domvikar Simon Mayer
Vortrag des Würzburger Bischofssekretärs Simon Mayer beim KKV Constantia Kitzingen
Mitte Januar wird die Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig im Kitzinger Land errichtet. Auf Einladung des KKV Constantia Kitzingen hat der Würzburger Bischofssekretär, Domvikar Simon Mayer, bei einem Vortragsabend über Maßstäbe für ein gelungenes Zusammenleben und -arbeiten mehrerer Gemeinden in einer größeren Organisations- und Verwaltungseinheit nach der Lehre des Apostels Paulus referiert. „Leib Christi - mit und nach Paulus Pfarreiengemeinschaften bilden“, lautete der Titel der Ausführungen.
Paulus, so Mayer, habe im frühen Korinth neben religiöser und kultureller Vielfalt auch erste Spaltungen frühchristlicher Gemeinden erlebt und deswegen in seinen Briefen zur Einheit und Rückbesinnung auf Jesus Christus aufgerufen. Um die vielen unterschiedlichen Begabungen und Charismen zu vereinen, habe er sich eines in der Antike wohl bekannten Bildes bedient: Viele Glieder bilden einen Leib und alle tragen auf unterschiedliche Weise zu Gesundheit und Wohlergehen bei.
Übertragen auf eine Pfarreiengemeinschaft bedeute dies, dass sich diese nicht in der strukturellen Veränderung erschöpfen dürfe. Vielmehr sollen die Gemeinden eine Einheit bilden; diese Einheit heiße Christus, ihm ordne sich alles unter. Taufe und Eucharistie verbinden in dem einen Glauben an Christus. Unterschiede zwischen den Gemeinden würden keine Wertminderung darstellen und dürften nicht zu Vorrangstellungen führen. Vielmehr verbinde die Liebe untereinander, sie löse Spannungen auf und führe zu gegenseitiger Achtung. So könne eine Ordnung entstehen, die christliches Gemeindeleben sowohl örtlich als auch überörtlich ermöglicht zum Wohle der Menschen vor Ort. Dass dies in Kitzingen gelingen möge, war der abschließende Wunsch des ehemaligen Kaplans von Kitzingen-St. Johannes, der Heimatpfarrei des KKV Kitzingen.
Rita Engert