Andreas Koch (rechts) hat aus den Händen von Regierungspräsident Karl Michael Scheufele den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Bundesverdienstkreuz für früheren KKV-Landesvorsitzenden Andreas Koch

Nach Goldener Hirschberg-Medaille nun höchste Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl

Andreas Koch, ehemaliger Vorsitzender des KKV Landesverbandes Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Erst im Frühsommer hatte er die höchste Auszeichnung des KKV Bayern, die Goldene Hirschberg-Medaille erhalten, die in der fast 60-jährigen Geschichte des Verbandes erst zweimal vergeben wurde.

Dem 77-Jährige aus Senden-Aufheim wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, so die korrekte Bezeichnung, Anfang Dezember in Augsburg von Karl Michael Scheufele überreicht. Der Regierungspräsident von Schwaben stellte in seiner Laudatio insbesondere heraus, dass Koch als „Mann der Wirtschaft“ immer dafür eingetreten sei, dass die Wirtschaft letztlich dem Menschen dienen müsse und kein Selbstzweck sei. Außerdem betonte er, dass er als stv. Bundesvorsitzender des KKV die Ausbildung junger, benachteiligter Menschen gefördert habe. Schließlich unterstrich er, dass sich Koch parallel zu seinem fordernden Beruf stets ehrenamtlich engagiert hat.

Bei der Ordensverleihung nahmen neben den beiden Töchtern, einem Schwiegersohn und einer Enkelin von Andreas Koch der Vorsitzende des KKV Bayern, Dr. Klaus-Stefan Krieger, und der ehemalige Vorsitzende des KKV-Bildungswerkes, Wolfgang Barth, teil. Ursprünglich hatte Dr. Krieger für Herrn Koch das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt beantragt – dies geschah noch zu Zeiten von Ministerpräsident Edmund Stoiber. Ministerpräsident Horst Seehofer hatte nach Prüfung des Antrags befunden, dass Herrn Kochs Verdienste das Bundesverdienstkreuz rechtfertigen, und dieses beim Bundespräsidenten beantragt.

Andreas Koch war zunächst von 1971 bis 1981 Vorstandsmitglied bei der Ortsgemeinschaft KKV Hansa München. 1977 wurde der 1932 geborene, heute im Ruhestand befindliche Geschäftsführer in der Stahl- und Metallindustrie zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt und versah dieses Ehrenamt bis 1985. 1992 übernahm er für vier Jahre als Landesvorsitzender die Verantwortung für den KKV Bayern. Weitere sechs Jahre stand er seinem Nachfolger Klaus-Dieter Engelhardt als Stellvertreter zur Seite. Zudem wirkte er von 1979 bis 2002 als Mitglied im Vorstand des KKV Bildungswerks Bayern an der Gestaltung von Erwachsenenbildung mit. Von 1992 bis 2001 vertrat Koch den KKV im Landeskomitee der Katholiken in Bayern, danach bis 2004 im Diözesanrat Augsburg. In beiden Gremien brachte er seine Erfahrung und sein Wissen auch in Sachausschüssen ein.

In seiner Laudatio zur Verleihung der Goldenen Hirschberg-Medaille hatte KKV-Vorsitzender Dr. Krieger Kochs inhaltliche und publizistische Tätigkeit für den KKV hervorgehoben. Bis 2002 redigierte er das von ihm 1977 mitbegründete Verbandsorgan KKV Bayern Post – inzwischen Bayern Report –, für das er bis heute Beiträge verfasst. Aus Kochs Feder stammen zahllose Leitartikel zu politischen und gesellschaftlichen Fragen, dazu viele Presseerklärungen und Stellungnahmen des KKV Bayern. Auf Bundesebene tragen das Grundsatzprogramm und die Satzung des KKV Kochs Handschrift. Bis heute gehört er dem Bildungsbeirat des KKV Bildungswerks Bayern an und moderiert Veranstaltungen. Andreas Koch ist gebürtiger Dortmunder. Mit seiner Frau Marianne kam er 1983 über Düsseldorf und München nach Senden-Aufheim. Die Kochs haben zwei Töchter und sechs Enkel; sie interessieren sich für Geschichte und unternehmen gerne Studienreisen.

Zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens haben dem „Geschäftsführer mit sozialem Gewissen“, so die Ulmer Südwest Presse, zum Erhalt des Bundesverdienstkreuzes gratuliert, darunter auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Nüßlein, in dessen Wahlkreis Koch wohnt. Er schreibt unter anderem: „Um so mehr freut es mich, dass Sie nun zum Kreis der Geehrten gehören, denn Sie haben sich um diese Auszeichnung in langen Jahren, in denen Sie sich für den Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung Bayern eingesetzt haben, verdient gemacht. Für die von Ihnen geleistete Arbeit und Ihr vorbildliches Engagement darf ich Ihnen meine hohe Anerkennung aussprechen.“

 

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