
Frisch und fundiert – so haben Kanidatinnen und Kandidaten der CSU, SPD, FDP und Grünen zur Bundestagswahl auf Einladung des KKV-Juniorenkreises München vor rund 40 interessierten Junioren (darunter auch zahlreiche Erstwähler) diskutiert und für ihre jeweiligen Positionen geworben. Im Ende war der Schlagabtausch in Kreuzfeuer und Agora ein Erfolg – und die beste Werbung dafür, dass sich wählen gehen wirklich lohnt.
Der Dank des Moderationsteams, Inge Soll und Tobias Gotthardt, galt deshalb gleich zu Beginn den anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten: Florian Hahn (CSU), Claudia Tausend (SPD), Axel Stoßno (FDP) und Judith Greif (Grüne). Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass sie sich im stressigen Wahlkampfendspurt den Fragen der KKV-Junioren stellten und umso erfreulicher, dass alle vier sehr schnell zugesagt hätten.
Die Vorstellung übernahmen die vier Kandidat(innen) selbst – in „100 Sekunden“ waren sie eingeladen, von sich und ihrem Weg in die Politik zu erzählen, bevor es dann – im Laufschritt – in die moderierte Kreuzfeuer-Diskussion ging. Zahlreiche Fragen hatten die Junioren bereits vorab eingereicht – von der Wirtschaftskrise über Steuerreform und Auslandseinsätze bis hin zu Kernkraft und Umweltschutz. Ein „heißer Stuhl“ sorgte dafür, dass auch spontan noch Fragen eingeworfen werden konnten.
„Hart aber fair“, so Soll, sei das Motto der Runde – und trotzdem: „Wir laden Sie ausdrücklich ein, zu streiten und Profil zu zeigen. Kuschelwahlkampf hatten wir lange genug.“ Dieser Einladung folgten die vier jungen Politikvertreter(innen) gerne. Egal ob Mindestlohn oder der Energiemix: In vielen Fällen wurden die Unterschiede klar benannt – und andernorts der Konsens. „Die Finanzmarktregelung muss auf den Prüfstand“, sagt Axel Stoßno. Florian Hahn pflichtet bei: „Beim Weiterso kann es nicht bleiben.“ Und Claudia Tausend ist gespannt, „was wir uns da vom G20-Treffen im Herbst erwarten dürfen“, während Judith Greif überzeugt ist: „Viele Auswirkungen dieser Krise hätten wir mit nachhaltiger und grüner Politik vermeiden können.“
Offen und intensiv waren – im Anschluss ans Kreuzfeuer – die Agora-Gespräche an den vier voll besetzten Diskussionstafeln. Diese Methode, so Gotthardt, „sorgt für einen direkten Kontakt mit den Kandidat(innen) und öffnet den Raum für Nachfragen sowie bis dahin unangesprochene Themen.“ Gesprächsstoff hätte es demnach für Stunden gegeben – und trotzdem schlossen die Moderatoren die Wahlkampf-Arena im Hansa-Haus um 22.15 Uhr - nach fast drei Stunden intensiver Diskussion – mit dem gemeinsamen Appell der Junioren und aller anwesenden Kandidat(innen): „WÄHLEN GEHEN! Und der Demokratie in Deutschland am 27. September 2009 den Rücken stärken!“
Geht es nach dem Planungsteam des KKV-Juniorenkreises, so war das nicht die letzte politische JuniorenLounge. „Auch wenn uns jetzt erstmal eine wahlkampflose Zeit ins Haus steht – wir werden eine Gelegenheit finden, der jungen Politik im Hansa-Haus ein ebenso junges Forum zu bieten“, so Gotthardt.