Im Fokus des neuen Münchner KKV-Salons: Franz Maget – Erfolgreiche Premiere – Gespräche über Gott und die Welt

Es war eine Premiere – und hat doch lange Tradition: Dem Vorbild alter „Schwabinger Salons“ folgend, haben der KKV-Juniorenkreis München und der KKV München den „Salon am Königsplatz“ im Hansa-Haus des KKV aus der Taufe gehoben. Erster Gast des von stv. KKV-Bundevorsitzenden Tobias Gotthardt moderierten Abends war Franz Maget, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Den Auftakt zum Salon allerdings markierte nicht das Wort – sondern die Kultur: Mit Hartlieb Rump am Klavier hatten die Organisatoren einen virtuosen Pianisten gefunden, der gleich zu Beginn für die richtige Stimmung im Saal sorgte. Auch bei Franz Maget, der für den Salon direkt – und deshalb auch etwas verspätet – von der Fraktionssitzung der SPD im Landtag zum Königsplatz gehetzt war.

Umso gelassener und entspannter plauderte der Vollblutpolitiker dafür im Gespräch mit Gotthardt über sein Leben, seine Überzeugungen und seinen Glauben an Gott. Den verhehlt Maget nicht – er ist bekennender Katholik in der SPD und hat damit auch kein Problem: „Ich hab das gute Gefühl, dass das richtig ist.“ Überhaupt, so sagt er, will er seinen Glauben festgemacht wissen an der Tat: „Nicht predigen sondern im Alltag christlich handeln“, das sei eine seiner Maximen.

Und so sieht er auch sein politisches Engagement in der SPD. Natürlich, so Maget, sei politischer Erfolg etwas Schönes, „etwas, nachdem man strebt“. Er persönlich aber mache davon nicht seinen Einsatz für die Menschen abhängig. „Was ich tue, tue ich aus Überzeugung.“ Und trotzdem gesteht er: Sein größter Traum? „Bayerischer Ministerpräsident zu sein.“ Wie lange er diesem noch folgen möchte? Maget weiß es nicht: „Ich mache mir oft Gedanken über das Aufhören.“ Dieser Schritt aber, so Maget grübelnd, sei weitaus schwerer als das Anfangen: „Der Beginn ist ein Prozess – man kommt voran. Das Aufhören aber ist ein Moment, ein Schnitt, ein schwerer Schritt,“ der einen nicht zuletzt aus dem Licht der Öffentlichkeit ins kleine private Leben zurückführe. „Das muss man sich gut überlegen – es ist sicher nicht leicht.“

Über zwei Stunden lang plauderten Maget, Gotthardt und die Gäste des Salons so über „Gott und die Welt“. Und die Bilanz? „Ein Erfolgsmodell“, sagt Gotthardt, „das wir fortführen werden.“ Der nächste Salon soll im Oktober folgen. Dann wieder mit politischer Prominenz: Angekündigt hat sich die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Gerda Hasselfeldt.

 

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