Höchste Sorgfalt bei Thema Gentechnologie – Martin Kastler begrüßt Umdenken in seiner Partei

Einen in Zukunft viel kritischeren Umgang mit dem Thema Gentechnologie und deren Folgeabschätzung hat der Europaabgeordnete Martin Kastler gefordert. Der CSU-Politiker, der auch Mitglied im KKV Landesverband Bayern ist, gab außerdem seiner Hoffnung Ausdruck, dass seine Partei künftig in ethischen Fragen einen eindeutigen Kurs fahre.

Der Europaparlamentarier äußerte sich anlässlich des Genmais-Verbotes, durch das eine längst überfällige Debatte angestoßen worden sei. Keinesfalls wolle er der Technologiefeindlichkeit das Wort reden, aber „nicht alles, was der Mensch machen kann, soll er auch machen dürfen.“ Hier müsse der Gesetzgeber Grenzen setzen. Eine deutliche Absage erteilte der Politiker dem Klonen, dem Schaffen von Schimären wie in Großbritannien, der Tötung von Embryonen und Patenten auf Leben. Auch gegenüber genveränderten Lebensmitteln hätten Kirchen, Landwirte und Verbraucher ernsthafte Bedenken. Hier gelte höchste Sorgfalt und im Zweifel der Grundsatz „keine Experimente“.

Der Schwabacher erinnerte daran, dass 2008 der Bundestag den Stichtag für importierte Stammzellen „einmalig“ verschoben habe, auch mit etlichen Stimmen aus dem CSU-Lager. Das Genmais-Verbot zeige das Umdenken in seiner Partei, das er sehr begrüße. Für die Zukunft forderte Martin Kastler: „Wir müssen uns wieder auf das C in unserem Namen besinnen.“

 

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