KKV Bayern: "Verdoppelung der Vorstandsbezüge der Dresdner Bank Manager ein Skandal"

"Für Ottonormalverbraucher ist es kaum nachvollziehbar. Da macht die Dresdner Bank in 2008 einen Verlust von 6,3 Mrd. Euro und die Vorstände verdoppeln sich gleichzeitig ihre Bezüge." Mit diesen Worten prangert Dr. Klaus-Stefan Krieger, Vorsitzender des KKV-Landesverbandes Bayern, ein Verhalten an, das ethisch nicht zu rechtfertigen sei. Offenbar hätten viele Wirtschaftsmanager die Bodenhaftung verloren oder schwebten in einem Wolkenkuckucksheim, wenn sie mit einer solchen Selbstbedienungsmentalität in ihre eigene Tasche wirtschafteten.

"Manager, die so unverfroren für ihre eigenen Interessen eintreten, leisten unserer sozialen Marktwirtschaft einen Bärendienst", kritisiert Krieger. Sie brauchten sich deshalb nicht zu wundern, dass die Bereitschaft der Arbeitnehmer immer geringer werde, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten persönliche Einbußen hinzunehmen, wenn ihnen Spitzenverdiener vormachten, dass Sparmaßnahmen offenbar nur für "den kleinen Mann" gelten. Es sei deshalb an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen in der Wirtschaft wieder mehr von einem richtig verstandenen Unternehmerethos leiten ließen.

 

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