Anlässlich des heutigen „Tages der Kinderhospizarbeit“ unterstützt der KKV Bayern die Forderung der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer nach einer flächendeckenden Kinderhospizarbeit im Freistaat. Gleichzeitig fordert der Sozialverband mehr politisches Augenmerk für die Hospizarbeit: „Kinderhospize und die fürsorgliche Medizin am Lebensende im Allgemeinen braucht staatliche Förderung und ihren klaren, definierten Platz in der Gesundheitsgesetzgebung“.
Ehrenamtliches Engagement und die Arbeit der Hospizvereine seien von Seiten des Staates „nicht hoch genug zu bewerten“, betont der Landesvorsitzende des KKV Bayern, Dr. Klaus-Stefan Krieger. Die ehrenamtlich arbeitenden Hospizhelferinnen und Hospizhelfer bräuchten eine „umfassende Begleitung und Supervision – diese zu finanzieren und möglich zu machen, muss der Staat durch entsprechende Zuschüsse garantieren.“
Gleichzeitig aber gelte es über das Ehrenamt hinaus, ein flächendeckendes Netz an Palliativstationen zu finanzieren. Hier dürften Betroffene und die Träger der Einrichtungen nicht alleine gelassen werden. „Sowohl die Einrichtung einer solchen Station als auch der tägliche Betrieb brauchen finanzielle Sicherheit – das schafft nur eine klare, nachhaltige Definition für die fürsorgliche Medizin und den Palliativbereich im Gesundheitssystem.“ Damit verbunden sein müsse eine Enttabuisierung des Sterbens in der öffentlichen Wahrnehmung: „Es gibt einfach Krankheitsverläufe, die jenseits der Begriffswelt von „gesund werden“ und „tot sein“ liegen: Menschen, die sterben, brauchen unseren Beistand. Diesen zu geben, ist die einzig legitime und wertvolle Sterbe-Hilfe, die es gibt.“
Dass dem KKV Bayern Sterbebegleitung ein besonderes Anliegen ist, kam auch darin zum Ausdruck, dass der Landesvorsitzende im Redaktionskomitee an der Erklärung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern mitarbeitete, die unter dem Titel "Christliche Sterbebegleitung ist Lebensbegleitung" am 15. November 2008 von dessen Vollversammlung verabschiedet wurde.