KKV gegen Kürzung des Ehegattensplittings

Im Hauptausschuss hat sich der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) am Wochenende in Essen gegen eine Begrenzung des Ehegattensplittings ausgesprochen. Eine Kappung des Ehegattensplittings, wie es die SPD jetzt fordert, wäre politisch ein falsches Signal. Der Hauptausschuss, dem neben dem Verbandsvorstand die Geistlichen Beiräte und Vorsitzenden der KKV-Diözesan- und Landesverbände (unter ihnen des KKV Bayern) angehören, ist das höchste beschlussfassende Gremium des katholischen Sozialverbandes zwischen den Verbandstagen.

Darüber hinaus lehnt das Gremium auch die einseitige Subventionierung von Kinder­krippenplätzen ab. Eine solche Regelung benachteilige Eltern, die die Erziehung ihrer Kinder selbst übernähmen. Die geforderte Kürzung des Ehegattensplittings und die damit verbundene Umschichtung des Geldes in die Krippenfinanzierung würden genau die Eltern bestrafen, die ihrem grundgesetzlichen Auftrag nachkämen, für ihre Kinder selbst zu sorgen.

"Aufgaben, die Familie, Verwandtschaft, Nachbarschaft oder ähnliche Netzwerke selbst übernehmen können und wollen, darf der Staat nicht an sich ziehen. Das verbietet das Prinzip der Subsidiarität", erläutert der Vorsitzende des KKV Bayern, Dr. Klaus-Stefan Krieger. Daher müsse der Staat finanzielle Anreize so setzen, dass sie die Übernahme dauerhafter Bindungen erleichtern. "Der Staat schadet letztendlich sich selbst, wenn er Tendenzen, feste und dauerhafte Beziehungen als Einengung der persönlichen Freiheit zu sehen, auch noch befördert."

  

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