„Politik sollte lieber Ausbildungsplätze in der Altenpflege fördern“

KKV Bayern kritisiert Angriff der Bundesgesundheitsministerin auf katholische Wohlfahrt

Der KKV Landesverband Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung kritisiert scharf den Angriff der Bundesgesundheitsministerin auf die katholische Wohlfahrt. Ulla Schmidt hatte in der Diskussion um einen gesetzlichen Mindestlohn im Pflegesektor gesagt, sie „erwarte von den kirchlichen Trägern ein stärkeres Engagement für eine anständige Bezahlung der Beschäftigten in der Pflege zu sorgen.“

„Jeder, der ein wenig Kenntnis von der karitativen Arbeit hat“, hält der KKV Landesverband dagegen, „weiß, dass die katholischen Wohlfahrtsverbände Gehälter weit über einem möglichen Mindestlohn zahlen. Würde die Ministerin fair urteilen, müsste sie ihre Mahnung gegen jene privaten Vermittler richten, die Pflegekräfte aus Osteuropa zu Dumpinglöhnen in Deutschland schuften lassen.“

 „Die Politik“, moniert der Landesvorstand des KKV Bayern, „sollte lieber dazu beitragen, dass genügend Ausbildungsplätze für den dringend benötigten Nachwuchs in der Altenpflege geschaffen werden.“ Es sei ein Skandal, dass sich die Kassen weigerten, den ambulanten Pflegestationen die Kosten für die Ausbildung von Nachwuchs in der Altenpflege anzuerkennen. „Hier sollte die Gesundheitsministerin aktiv werden, statt ungerechtfertigte Schelte auszuteilen.“

  

zurück zur Übersicht