
Über 150 Jahre Firmengeschichte, aneinandergereiht 1,6 Kilometer Aktenbestand - was sich zunächst trocken anhört, hat im Firmenhistorischen Archiv des Allianz-Konzerns in der Münchner Kaulbachstraße ein ansprechendes Gesicht bekommen. Der KKV-Juniorenkreis hat sich in einer exklusiven Führung durch Gerd Modert davon überzeugt und teils erstaunliche Einblicke in die Geschichtsbücher der Allianz bekommen.
Egal, ob die Geschichte des Firmenlogos und die Frage, wie aus dem einstigen Reichsadler samt Krone das heutige, modern reduzierte Signet wurde oder die Entwicklung der Büroeinrichtung seit den 20er Jahren bis heute - auf alles weiß das erst 1999 neu eingerichtete Archiv eine Antwort zu geben.
Und die Mitglieder des Juniorenkreises zeigten sich dabei sehr fragefreudig: Egal, ob nun die Entwicklung der Rolle der Frauen im Unternehmen, Ethik und Teamgeist im Konzern oder die - erst Ende der 90er Jahre in einem eigenen Forschungsprojekt aufgearbeitete - Rolle der Allianz zur NS-Zeit: Nichts, das nicht hinterfragt und ergründet wurde.
Im Ende waren es über zwei Stunden intensiver Austausch in den Räumlichkeiten des Firmenarchivs und einiges an Erkenntnissen über das Innenleben eines geschichtsträchtigen, erfolgreichen und dabei stets zukunftsgewandten Unternehmens.
Gut, dass der Abend noch ausreichend Zeit bot, das Gehörte in gemütlicher Runde zu reflektieren. Tobias Gotthardt, Initiator des Juniorenkreises, dankte in diesem Rahmen Dennis Leinesser für die Organisation der Veranstaltung und zeigte sich überzeugt, dass die Veranstaltungsreihe „backstage“ neben den regelmäßigen „jours fixes“ und der „Juniorenlounge“ samt „Kamingesprächen“ ihren festen Platz im Kalender des Juniorenkreises finden werde.