
Es war kein TV-Duell und doch gab es Sieger, vier an der Zahl: Allesamt überzeugend präsentierten sich mit Kathrin Abele (SPD), Manuel Pretzl (CSU), Sabine Nallinger (Grüne) und Nadja Hirsch (FDP) vier junge Kandidatinnen und Kandidaten der vier größeren Parteien den rund 40 Netzwerkerinnen und Netzwerkern des KKV-Juniorenkreises in der ersten JuniorenLounge zur Kommunalwahl. In einer 4-Minuten-Vorstellung, der Diskussion im Kreuzfeuer und abschließend im persönlichen Gespräch der „Agora“ standen über drei Stunden hinweg die brennenden Münchner Themen im Mittelpunkt.
Anspruch des Planungsteams war es, mit der JuniorenLounge eine „etwas andere Wahl-Diskussion“ zu präsentieren. Um das zu erreichen, hatten die Initiatoren tief in die Trickkiste der Methoden gegriffen und ein dreiteiliges Konzept entwickelt: In einer kurzen Vorstellung präsentierten sich die vier Jungpolitiker/innen dem Publikum unter dem Stichwort „4 Minuten. 4 Personen. 4 Positionen.“ von der persönlichen Seite. „Zur Sache“ dagegen ging es im zweiten Teil überschrieben mit dem Titel „Kreuzfeuer.“ An Stehtischen im Zentrum des Saals platziert, das Publikum drumherum, diskutierten die Politiker/innen von den Junioren eingereichte Fragen aus den Bereichen „Umwelt & Mobilität“, „Soziale Stadt & Integration“ und „Wirtschaft & Arbeit“. Fakten standen dabei im Vordergrund, eine teils konträre, immer aber faire Diskussion sorgte für die gewünscht positive Spannung. Der dritte Teil, die „Agora 08“ führte die vier Politiker/innen dann jeweils zum offenen Gespräch an einen der vier umstehenden Tische. Dort standen sie im 15-min-Takt den Junioren Rede und Antwort. Und selbst nach zweieinhalb Stunden intensiver Diskussion in den drei Methoden war noch keine Müdigkeit zu spüren: Auch nach offiziellem Schluss und Dank standen Junioren und Jungpolitiker/innen in Gruppen zusammen, um das eine oder andere brisante Thema zu Ende zu diskutieren.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Saskia G. Dürr, Fachfrau für Rhetorik und Streitkultur (www.saskiaduerr.de) und Mitglied im KKV-Juniorenkreis. Tobias Gotthardt, Initiator des Juniorenkreises, und das Planungsteam zeigten sich nach Ende der Veranstaltung zufrieden: In Nuancen, so Gotthardt, werde man das Konzept weiterentwickeln, um dann, so die Idee, im Spätsommer im Zuge der Landtagswahl eine Neuauflage mit jungen Landtagskandidat/innen und landesspezifischen Themen zu versuchen.