Katholiken wagen Blick in die Zukunft: Werden wir 2040 menschenwürdig leben?

„Werden wir 2040 menschenwürdig leben?“ Auf diese provozierende Frage will der Wirtschaftsjournalist Erik Händeler, dessen Buch „Die Geschichte der Zukunft“ sogar die Aufmerksamkeit der Bundeskanzlerin auf sich gezogen hat, nicht weniger provokante Antworten geben. Vortragen wird er sie am Sonntag, 14. Oktober, um 11 Uhr im Bistumshaus St. Otto beim Landestreffen des KKV Bayern der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung.

Händeler vertritt die These: Nicht Preise, Zinsen, Löhne oder Geldmengen treiben die Wirtschaft an, sondern große Produktivitätsschübe durch Erfindungen wie Dampfmaschine oder Computer. Da noch schnellere Computer uns nicht entscheidend produktiver machen, erleben wir gegenwärtig eine Wirtschaftskrise. Ein neuer Produktivitätsschub ist nur durch effizientere Zusammenarbeit möglich. Daher müssen wir in Menschen investieren. Unser Sozialverhalten entscheidet über den Wohlstand von morgen. Daher zeigen Händelers „Ausblicke eines Zukunftsforschers“ das Gesundheitswesen auch nicht als finanzielle Last für die Gesellschaft, sondern wenn es auf Prävention setzt, als Motor ökonomischen Fortschritts.

Verhalten sich Christen als Führungskräfte anders?

Mit der Verantwortung, die Christen als Führungskräfte für Unternehmen und Mitarbeiter tragen, befasst sich der KKV Bayern am Samstagnachmittag, 13. Oktober 2007, von 14 bis 17 Uhr ebenfalls im Bistumshaus St. Otto. Zu dem Thema „Menschenwürde auf der Arbeit: Führen Christen anders?“ findet eine Forumsveranstaltung statt.

Mit einem Impulsreferat wird Dr. Klemens Deinzer, Moraltheologe und Vorstand des kirchlichen Wohnungsunternehmens Joseph-Stiftung (Bamberg), das Gespräch anregen. Mit ihm diskutieren werden dann die Kommunikationstrainerin Nina Gillitzer aus Nürnberg und der stellvertretende KKV-Bundesvorsitzende, Heiko Klinge, der Geschäftsführer des Bernward Verlags (Hildesheim) und der Medien-Dienstleistungs GmbH (München) sowie ehrenamtlich Oberbürgermeister von Hildesheim war. Die Moderation hat der KKV-Landesvorsitzende Dr. Klaus-Stefan Krieger, Öffentlichkeitsreferent des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg.

Beide Veranstaltungen sind öffentlich. Der Eintritt ist frei.

 

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