Diskutierten in Erlangen über Bildung: Wolfgang Vogel MdL, Dr. Klaus-Stefan Krieger, Staatssekretär Karl Freller und als Moderator Dr. Heribert Engelhardt (von rechts).
Die unterschiedliche Bewertung durch Regierung und Opposition wurde vor allem bei den Studiengebühren deutlich. Freller verwies auf Erfahrungen aus Österreich. Durch die Einführung von Studiengebühren seien dort die Studiendauer kürzer und die „Scheinstudenten“ weniger geworden. Die proportionale Verteilung der Studenten nach ihrer sozialen Herkunft habe sich dagegen nicht verändert. Vogel bezeichnete dagegen die Einführung von Studiengebühren als einen Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik. Erstmals sei für eine Erstausbildung ein Preis zu zahlen. Damit werde Bildung zur Ware. Studiengebühren verstärkten sehr wohl den Druck bei der sozialen Auslese. „Die emanzipatorische Ausrichtung von Bildung geht verloren“, beklagte Vogel außerdem.
Der KKV-Landesvorsitzende Dr. Klaus-Stefan Krieger stellte die Frage des Forums auch in den weiteren Zusammenhang einer gerechten Familienpolitik. Nicht nur Büchergeld und Studiengebühren, sondern auch die Mehrwertsteuererhöhung ab 2007 belaste gerade die Familien, da sie einen großen Teil ihres Einkommens in den Konsum stecken müssten. Nach Kriegers Auffassung sind die Familien auch wenn ihnen ständig etwas anderes gesagt werde gegenwärtig die Verlierer der Politik.